Der robuste Spezialist
Dass der Smartphone-Markt bereits gut gesättigt ist, ist kein Geheimnis. Eine echte Nische zu finden, ist daher alles andere als leicht. Mit seiner robusten Outdoor-Serie hat Fossibot jedoch genau das geschafft. Mit dem neuen F113 hat der Hersteller ein Gerät im Portfolio, das man guten Gewissens als absoluten Spezialisten bezeichnen kann. Was das Outdoor-Smartphone alles kann, lesen Sie hier.
Outdoor-Smartphone Fossibot F113
Ein Blick auf das Datenblatt zeigt: Das F113* kann mit vielen klassischen Smartphones problemlos mithalten. Angefangen vom soliden Dimensity 7050 Prozessor aus dem Hause MediaTek, der zwar schon gut drei Jahre auf dem Buckel hat, aber immer noch schnell und zuverlässig läuft, über das weitgehend unveränderte Android 15 bis hin zum mit 2400x1080 Pixel auflösenden FHD+ Display, das mit einer Größe von 6,78 Zoll daher kommt. Dank Dual-SIM, NFC, Bluetooth 5.2 sowie Unterstützung globaler Satellitennavigationssysteme ist das Gerät weltweit flexibel einsetzbar.
Eine Bildwiederholfrequenz von 120Hz sorgt dabei für flüssige Bewegungen im Video und Animationsbereich des Menüs oder beim Scrollen durch Seiten. Dank Corning Gorilla Glass 3 ist es dabei auch gut geschützt.
Ein leichtes Manko ist seine Maximalhelligkeit: Mit 480 Nits wird das Ablesen bei direkter Sonneneinstrahlung schwierig. Vergleicht man es mit den maximal 2600 Nits eines aktuellen S26 Ultra, was zugegebenermaßen in einer völlig anderen Preisklasse spielt, sieht man aber schon den Unterschied beim technisch Machbaren. Ein sonniger Strandurlaub ist aber auch nicht das bevorzugte Einsatzgebiet des F113.
Performance
Mit dem 5G fähigen Octa-Core SoC und einem dedizierten Arbeitsspeicher von 12 GB, der sich virtuell um 24 GB erweitern lässt, liefert das „Smartphone“ eine solide Performance um durch den Tag zu kommen. Einschränkungen kommen erst bei anspruchsvollen Spielen zum Tragen. In reduzierter Auflösung laufen aber auch aktuelle Top-Spiele flüssig. Seine wahre Stärke liegt aber weniger im Gaming als vielmehr im Arbeitseinsatz. Features wie Gemini und diverse KI-Helfer sind zwar an Bord und ermöglichen eine komfortable Alltagsnutzung, doch das eigentliche Einsatzgebiet des „Smartphones“ ist ein anderes. Mit über 700 Gramm Gewicht und seinen Abmessungen, die normale Hosentaschen an ihre Grenzen bringen, ist das F113 auch alles andere als ein schlanker Begleiter.
Spezialisiert auf Extreme
Eben diese Abmessungen und Gewicht haben aber auch Ihren Grund. Das wirklich solide gebaute Gehäuse beherbergt neben der feinen Elektronik auch einen riesigen 20.000 mAh Akku. Ein Gerät wirklich stoßfest zu bekommen, setzt dazu gewisse Voraussetzungen ans Gehäuse. Schlank, fein und leicht geht da einfach nicht. Und da sind wir auch endlich bei der bevorzugten Spielwiese des F113. Es fühlt sich dort wohl, wo andere Geräte das fürchten bekommen. Dreck, Wasser, Stöße, all das schockt den „Backstein“ von Fossibot überhaupt nicht. Vereinfacht ausgedrückt, eher Arbeitsschuh als Lackschuh. Egal ob in der Natur beim Wandern oder auf der Baustelle, hier spielt es seine Stärken aus. Und auch das ist noch lange nicht das, was das F113 zu etwas ganz Besonderen macht.
Kamera mit Nachtsicht
Um es gleich vorwegzunehmen, es handelt sich hier nicht um ein „schnödes“ Kamera-Handy.
Das robuste Smartphone bietet eine rote Shortcut-Taste mit der sich auf die Taschenlampe und SOS-Funktion sehr schnell einschalten lassen Sowohl Front- als auch Hauptkamera liefern solide, scharfe und kontrastreiche Ergebnisse. Hier kommen eine 50-MP-Hauptkamera, eine 32-MP-Frontkamera sowie eine 5-MP-Zusatzkamera zum Einsatz. Sein eigentliches Alleinstellungsmerkmal ist die zusätzliche 64-MP-Nachtsichtkamera. Und diese verdient ihren Namen wirklich. Dank des integrierten IR-Scheinwerfers wird die Nacht sprichwörtlich zum Tag. Zugegeben waren wir anfangs skeptisch wie gut das Ganze funktionieren wird, wurden aber schnell eines besseren belehrt. Was fürs Auge einfach nur ein tief schwarzes Loch ist, ist für das F113 ein Füllhorn an Informationen. Da bekommt man völlig neue Einblicke.
Stellt sich die Frage, wer braucht so etwas? Die Antwort ist überraschend einfach. Jeder, der sich mit Lost-Places beschäftigt, jeder der gerne im Wald campt oder wandert, der Wildtiere beobachtet, der Handwerker, der in noch stromlosen Gebäuden unterwegs ist, Kanalarbeiter, Höhlenforscher, Sicherheitsdienste, Veranstaltungstechniker, und und und..
Bonus-Ausstattung Auch die integrierte Taschenlampe verdient ihren Namen. Mit 160 Lumen Leuchtkraft, SOS-Morsefunktion und mitgelieferter Handschlaufe wird das F113 zum verlässlichen Begleiter in dunklen Umgebungen. Dank des riesigen Akkus muss man sich zudem keinerlei Sorgen machen, plötzlich im Dunkeln zu stehen. Im Gegenteil: Über die Reverse-Charge-Funktion kann das Smartphone sogar andere Geräte mit bis zu 18 Watt mit Energie versorgen. Praktisch ist zudem die vorinstallierte App-Sammlung „Werkzeugkasten“ mit nützlichen Tools für Handwerker und Outdoor-Fans. Hier sind nützliche Apps wie Kompass, Barometer, Höhenmesser, Winkelmesser, Lupe oder Schrittzähler zu finden.
Die eingebaute Taschenlampe bietet eine Leuchtstärke von 160 Lumen.
In dunkler Umgebung bringt der Nachtlicht-Modus in einer Entfernung bis zu 50 Metern so einiges ans Licht.
Das robuste Smartphone bietet eine rote Shortcut-Taste mit der sich auf die Taschenlampe und SOS-Funktion sehr schnell einschalten lassen
Da sich das Fossibot optimal als Outdoor-Smartphone eignet, hat es bereits sinnvolle Apps vorinstalliert.
Fazit
Eines ist klar, das Fossibot F113 ist kein Gerät für jedermann. Das will es aber auch nicht sein. Es als Smartphone zu bezeichnen, wird ihm kaum gerecht. Es handelt sich eher um ein „Spezialwerkzeug“. Ein Gerät, das man gezielt für einen bestimmten Einsatzzweck kauft – und dieser heißt ganz klar: Night Vision. Nicht, dass es seine anderen Aufgaben schlecht erfüllen würde. Im Gegenteil. Doch wie bei Wanderstiefeln, einem hochwertigen Küchenmesser oder einem Maßanzug entscheidet der konkrete Zweck über den Kauf. Und genau dafür ist das F113 gebaut. Der nächste Wanderausflug jedenfalls wird nicht ohne es stattfinden.
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