Effiziente Rasenbewässerung per App
Wer seinen Rasen automatisch und möglichst effizient bewässern möchte, findet mit dem Aiper IrriSense 2 ein smartes Bewässerungssystem, das diesen Prozess weitgehend selbstständig übernehmen soll. Im Test zeigt sich, wie gut das in der Praxis funktioniert.
Einzeltest: Smartes Bewässerungssystem Aiper IrriSense 2
Das System* kostet rund 500 Euro und verspricht laut Hersteller eine Wasserersparnis von bis zu 40 Prozent.
Aiper liefert seinen smarten Bewässerungscomputer mit umfangreichen Zubehör aus. Neben einem 10-Meter-Anschlusskabel befinden sich im Karton mehrere Adapter, Erdspiese, eine gedruckte Anleitung sowie ein QuickStart-Guide.Geliefert wird es in einem kompakten Karton mit umfangreichem Zubehör. Neben dem Bewässerungsgerät selbst sind ein wasserdichtes Netzteil mit zehn Metern Kabellänge, verschiedene Schlauchkupplungen, Befestigungsmaterial sowie eine gedruckte Anleitung und ein Quick-Start-Guide enthalten.
Optisch wirkt das Gerät modern und funktional. Mit einer Höhe von knapp 60 Zentimetern und einem Gewicht von etwa fünf Kilogramm wird es mit schraubbaren Erdankern im Boden fixiert. Auf der Oberseite befinden sich ein Regensensor, ein Manometer und ein Bedienknopf zum Einschalten. Die Front beherbergt die Austrittsdüse, die den Wasserstrahl fächerförmig verteilt und so eine gleichmäßige Bewässerung ermöglichen soll.
App ist Pflicht
Die Einrichtung und der Betrieb erfolgt ausschließlich über die kostenfreie Aiper-App. Diese bittet zunächst darum, die AGB zu bestätigen und ein Nutzerkonto per E-Mail zu erstellen. Ist dies erledigt, kann das IrriSense 2 als neues Gerät hinzugefügt werden. Im nächsten Schritt wird die Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und Gerät hergestellt – wobei das Bewässerungssystem zuvor bereits mit Strom versorgt sein muss.
Der Konfigurationsassistent gibt nun praktische Tipps zur Aufstellung und Wasserzufuhr. Das System ist kompatibel mit handelsüblichen Gartenschläuchen (16 mm / 5/8" und 19 mm / 3/4") und lässt sich damit in die meisten bestehenden Gartenanlagen integrieren. Das Aiper IrriSense 2 ist für eine Fläche von bis zu 445 m² ausgelegt und verfügt zusätzlich über eine Kammer, in die man optional Lösungsmittel hinzufügen kann.
Schnelle Einrichtung
Wir „pairen“ uns via Bluetooth mit dem System und können es im nächsten Schritt in unser heimisches WLAN einbinden. Innerhalb dieses Prozesses ermittelt das System dann auch unseren Standort. Dies ist wichtig, um auf die lokalen Wetterdaten zugreifen zu können. Im letzten Schritt wird die Rasenfläche definiert. Zur Auswahl stehen verschiedene Formen wie L-Form, Kreis, Rechteck oder Sektor. Auch die Grasart kann innerhalb der App angegeben werden. Optional wird, falls verfügbar, direkt ein Firmware-Update durchgeführt.
Die App möchte nun, das wir eine Kartierung starten und die Bewässerungszone festlegen. Mittels Joystick-Funktion können wir den Wasserfallpunkt, Bewässerungswinkel und Grenzpunkte festlegen. Insgesamt erlaubt das Aiper das Anlegen von bis zu zehn verschiedenen Zonen. Optimal also, wenn Sie beispielsweise verschiedene Flächen unterschiedlich oder zu verschiedenen Zeiten bewässern wollen.
Let it rain!
Mit einem einfachen Klick auf Start beginnt unser Testmuster zuverlässig den kartierten Bereich zu bewässern. Der jeweilige Verlauf ist in der App zu sehen. Hier lassen sich natürlich auch individuelle Zeitpläne festlegen. Sie können auch den maximal gewünschten Wasserverbrauch (in mm) bestimmen.
Wir haben unser Testmuster mit mehreren Bewässerungszonen zeit-basiert arbeiten lassen. Stehen die jeweiligen Zeitpläne an, werden wir automatisch per Pushnachricht darüber informiert, wenn die Aktion gestartet und beendet ist. Auch wenn es draußen bereits regnet, da der Regensensor dies erkannt hat oder die lokalen Wetterinfos Regen angeben, informiert uns eine Pushnachricht zuverlässig.
Bei einem Wasserdruck von etwa 2 bar mit einen 3/4-Schlauch erzielte unser Testmuster eine Reichweite von rund 11,5 Metern. Das System nutzt hierfür die „EvenRain“-Technologie, bei der das Wasser nicht als harter Strahl, sondern als feiner, gleichmäßiger Regen verteilt wird. Eine kleine Gummilippe bricht den Wasserstrahl zusätzlich auf, um eine möglichst natürliche Beregnung zu simulieren.
Leider ist der Bewässerungscomputer ausschließlich über die App steuerbar. Durch die Einbindung ins WLAN können Sie den Bewässerungscomputer auch ohne bestehende Bluetooth-Verbindung von unterwegs aus steuern. Die Regenerkennung per Wetterdaten und Sensor klappt gut, ein zusätzlicher externer Bodensensor zur Messung der tatsächlichen Bodenfeuchte würde ihm aber gut stehen. Auch die Integration in Smart-Home-Systeme wie Alexa, Google Home oder Home Assistant würden den Funktionsumfang sinnvoll erweitern.
Aiper liefert seinen smarten Bewässerungscomputer mit umfangreichen Zubehör aus. Neben einem 10-Meter-Anschlusskabel befinden sich im Karton mehrere Adapter, Erdspiese, eine gedruckte Anleitung sowie ein QuickStart-Guide.
In der App lässt sich festlegen, ob die Bereiche per Punkt, Linie oder Fläche bewässert werden sollen.
Die App zeigt den aktuellen Fortschritt inklusive Verbrauchsdaten und Dauer an.
Auf der Oberseite befindet sich ein Manometer, der Regensensor sowie eine LED-Anzeige.
Die Bewässerungspläne lassen sich innerhalb der App individuell programmieren.
Die Austrittsdüse verteilt den Wasserstrahl fächerförmig und ermöglicht eine gleichmäßige Bewässerung der Fläche.
Fazit
Der Aiper IrriSense 2 zeigt im Test eine moderne und komfortable Lösung für die automatische Rasenbewässerung. Besonders die einfache Kartierung der Fläche und die flexible Zoneneinteilung überzeugen im Alltag. Wer kleine oder mittelgroße Gärten hat, findet hier ein effizientes Bewässerungssystem.
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