Alles im Blick
Viel Bildschirmfläche, wenige Kabel und zwei Rechner über eine gemeinsame Peripherie: Der Eizo FlexScan EV3851X kombiniert ein 37,5 Zoll großes Curved-Display mit USB-C-Docking und KVM-Switch. Damit richtet sich der Ultrawide-Monitor vor allem an Anwender, die mit mehreren Programmen oder unterschiedlichen Rechnern an einem Arbeitsplatz arbeiten.
Eizo FlexScan EV3851X – 38 Zoll im Ultrawide-Format
Wer regelmäßig mehrere Programme gleichzeitig nutzt, braucht entsprechend viel Platz auf dem Bildschirm. Zwei separate Monitore schaffen zusätzliche Arbeitsfläche, benötigen aber mehr Stellfläche und teilen den Desktop durch die Gehäuserahmen. Der Eizo FlexScan EV3851X* vereint die Arbeitsfläche auf einem 37,5 Zoll großen Display im breiten 24:10-Format. Seine UWQHD+-Auflösung bietet genügend Platz, um beispielsweise Tabellen, Browser und Office-Anwendungen nebeneinander anzuordnen.
Ausstattung und Ergonomie
Das IPS-Panel ist mit einem Radius von 2300R leicht zum Betrachter hin gekrümmt, sodass auch die äußeren Bereiche des Displays gut im Blick bleiben. Mit 3840 x 1600 Pixeln erreicht der EV3851X eine Pixeldichte von 111 ppi. Eizo gibt die maximale Helligkeit mit 300 cd/m², das Kontrastverhältnis mit 2000:1 und die maximale Bildwiederholrate mit 60 Hz an. Eine entspiegelte Oberfläche reduziert störende Reflexionen durch einfallendes Umgebungslicht. Der Standfuß erlaubt eine Höhenverstellung um 192,7 mm. Zusätzlich lässt sich das Display um 5 Grad nach vorne und 35 Grad nach hinten neigen sowie jeweils um 45 Grad nach links und rechts drehen. So kann der Bildschirm an Sitzposition und Arbeitsplatz angepasst werden.
Anschlüsse und KVM-Switch
Über USB-C überträgt der EV3851X Bild- und Audiosignale sowie USB-Daten und versorgt den angeschlossenen Rechner mit bis zu 94 Watt Leistung. Der integrierte 2,5-Gigabit- LAN-Anschluss stellt über den Monitor zusätzlich eine kabelgebundene Netzwerkverbindung bereit. Ein separates Netzteil und ein LAN-Kabel am Notebook können damit entfallen. Weitere Bildquellen lassen sich über DisplayPort und zwei HDMI-Eingänge anschließen. Über den integrierten KVM-Switch können zwei Computer dieselbe Maus, Tastatur und weitere am Monitor angeschlossene USB-Geräte nutzen. Als Upstream-Anschlüsse dienen USB-C und USB-B. So lässt sich beispielsweise zwischen Notebook und Desktop-PC wechseln, ohne die Peripherie umzustecken. Picture-by-Picture zeigt bei Bedarf zwei Bildsignale gleichzeitig auf dem Display. Drei vorgegebene Bildschirmaufteilungen stehen dafür zur Verfügung. Während Picture-by-Picture zwei Bildquellen auf der Arbeitsfläche verteilt, übernimmt der KVM-Switch die Zuordnung der USB-Peripherie zum jeweiligen Rechner.
EcoView und Garantie
Für die automatische Anpassung der Bildschirmhelligkeit nutzt Eizo Auto EcoView. Ein Sensor erfasst das Umgebungslicht und regelt die Helligkeit entsprechend. EcoView Optimizer reduziert bei dunklen Bildinhalten die Hintergrundbeleuchtung und passt Signal und Farbtonwerte an. Bemerkenswert ist die lange Garantiezeit: Eizo gewährt auf Gerät und LCD-Modul sieben Jahre Garantie beziehungsweise maximal 30.000 Betriebsstunden, je nachdem, was zuerst erreicht wird. Zum Garantieumfang gehört ein Vor-Ort-Austauschservice.
In der Praxis
Eizo verzichtet weitgehend auf Kunststoff. Die Verpackung besteht aus stabilem Karton, nur eine Folie schützt zusätzlich die Bildschirmoberfläche.
Gut zugänglich sind die vier USB-Schnittstellen in einer kleinen Nische auf der Rückseite Ein paar Handgriffe müssen bei der Erstinstallation durchgeführt werden. Der Standfuß und die höhenverstellbare Standsäule werden mittels Flügelschrauben miteinander verbunden. Anschließend wird der Kopf der Säule mittig auf der Gehäuserückseite des Displays eingerastet. Das gelingt in wenigen Minuten und komplett ohne Werkzeug. Damit ist das Display einsatzbereit und kann auf dem vorgesehenen Arbeitsplatz aufgestellt werden. Aufgrund des Gewichts ist beim Aufbauen etwas Kraft gefragt, da das Display bereits ohne Standfuß rund zehn Kilogramm wiegt. Komplett mit Standfuß bringt der Monitor 13 Kilogramm auf die Waage. Auf dem Desktop macht der Eizo EV3851X durch seinen schlanken Rahmen eine gute Figur. Seitlich und oben misst er jeweils nur rund zwei Millimeter. Deutlich breiter fällt mit 26 Millimetern die Unterseite aus. Hier sind unter anderem die Lautsprecher, Sensoren, Bedienelemente und die Betriebs- LED untergebracht. Durch die mechanischen Verstellmöglichkeiten lässt sich der Monitor ergonomisch auf den Arbeitsplatz ausrichten. Auch die Bilddarstellung lässt sich an die jeweilige Anwendung anpassen. Hierzu wählt der Anwender aus den verschiedenen Presets seinen persönlichen Favoriten beziehungsweise den Modus, der am besten zum jeweiligen Einsatzbereich passt. Zudem lassen sich individuelle Einstellungen auf zwei Speicherplätzen ablegen. Gut gefallen haben uns die Anschlüsse und das Kabelmanagement auf der Gehäuserückseite. Die Schnittstellen sind horizontal ausgerichtet und führen die Kabel zur Seite weg, sodass diese nicht nach hinten abstehen. Eine Abdeckung verdeckt Anschlüsse und Kabel und sorgt so auch von hinten für ein aufgeräumtes Erscheinungsbild. Im Büroalltag und auch beim Schreiben dieses Artikels erwies sich der große Bildschirm des EV3851X als praktische Arbeitserleichterung, da sich mehrere Anwendungen und Textdokumente übersichtlich nebeneinander darstellen lassen. Fotos, Grafiken und Texte gibt der Monitor scharf und mit hoher Farbtreue wieder. Die entspiegelte Displayoberfläche und die flimmerfreie Darstellung tragen auch bei längerer Nutzung zu einem angenehmen Arbeiten bei. Für unterschiedliche Anwendungen stehen mehrere Farbpresets zur Verfügung, die sich über das On-Screen-Menü auswählen lassen. Alternativ können zahlreiche Monitoreinstellungen mit der Software Screen InStyle direkt am PC vorgenommen werden. Das Preset Display P3 orientiert sich an dem unter anderem von Apple-Geräten wie Mac- Book und iPhone genutzten Farbraum. Für die Bearbeitung und Vorschau von Videoinhalten bietet Eizo zudem Voreinstellungen für DCI-P3 und BT.709. Im Testlabor zeigte das Curved-Display im Preset BT.709 eine sehr hohe Farbtreue. Das gemessene Kontrastverhältnis lag in diesem Modus bei rund 2000:1 und entspricht damit der Herstellerangabe. Bei hoher Displayhelligkeit bewegte sich die Leistungsaufnahme abhängig vom dargestellten Bildinhalt zwischen 45 und 55 Watt. Mit einer praxisgerechten Helligkeitseinstellung ermittelten wir im Büroalltag einen durchschnittlichen Verbrauch von rund 26 Watt.
Das On-Screen-Menü ist nüchtern gestaltet. Mit den elektrostatischen Tasten ist die Bedienung spielend einfach
Gut zugänglich sind die vier USB-Schnittstellen in einer kleinen Nische auf der Rückseite
Der integrierte KVM-Switch erleichtert den Umgang mit der Peripherie und ermöglicht den Anschluss zweier Computer
Im Bildmodus BT.709 sind Farbkalibrierung und Weißabgleich bereits ab Werk nahezu perfekt.
Auch bei geringerer Farbsättigung ist die Farbtreue vorbildlich
Wie gut ist Eizo FlexScan EV3851X?
Der Eizo FlexScan EV3851X überzeugt im Büroalltag mit großer Arbeitsfläche, hoher Bildqualität und sehr guter Ausstattung. USB-C-Docking und KVM-Switch erleichtern den Betrieb mit mehreren Rechnern und angeschlossener Peripherie. Dazu kommen gute Ergonomie, geringer Verbrauch und sieben Jahre Garantie.
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